Nationalpark Warthemündung
Der Nationalpark Warthemündung (polnisch: Park Narodowy Ujście Warty) liegt an der Mündung der Warthe in die Oder. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 8.038 Hektar und wurde im Jahre 2001 aus dem davor 1977 gegründetem Naturschutzgebiet „Ujście Warty“ und dem Naturreservat „Słońsk“ bebildet.
Im Park dominiert Wiesen- und Weideland, das von zahlreichen alten Flussläufen und Kanälen durchschnitten wird. Die Warthe teilt den Nationalpark in zwei Hälften. Die südliche ist ein Überschwemmungsgebiet dessen Wasserstand im Jahresverlauf um bis zu vier Meter schwankt. Der nördlich der Warthe gelegene Teil ist durch einen Deich vor Hochwasser geschützt.

Der Park ist europaweit einzigartig. Allein 260 Vogelarten sind hier festgestellt worden, 170 brüten hier. Im November bietet der Park Rastmöglichkeiten für Massen von Saat- und Blässgänsen. Im Mai kann man hier Wasser- und Watvögel in großer Zahl beobachten, die im größten Teil Deutschlands spärlich bis selten sind. Darunter sind verschiedene Entenarten, Höckerschwäne, Fluss-, Weißbart- und Weißflügelseeschwalben, Seiden- und Nachtreiher, Schwarzhalstaucher, Knäkenten, Bruchwasserläufer, Bekassinen. Weitere Vogelarten sind: 4 verschiedene Lappentaucher-, 7 bis 8 Enten-, 5 Rallen-, 3–4 Möwen- und Seeschwalben- sowie 8–9 Watvogel-Arten. Die in guter Zahl vorhandenen Seeadler scheuchen alles auf und schaffen damit gute Beobachtungsbedingungen.
Der Nationalpark wurde zum 01. Juli 2001 begründet. Bereits seit dem 31. Mai 1996 funktioniert hier das Naturbildungszentrum in Chyrzyna welches regulär Schulungen für Schüler und Studenten in Sachen Naturschutz organisiert und anbietet.
Auf dem Parkgelände bestehen einige Wander- und Fahrradwege sowie zwei Bildungswandertouren: „Ptasim szlakiem“ und „Przyrodniczy Ogród Zmysłów“. Nach Absprache mit dem Polnischen Verein der Angler ist das Angeln an ausgeschilderten Stellen für Amateurangler zugelassen.
|