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Donnerstag, 17 Mai 2012 14:38   Namenstag: Paschalisa, Sławomira, Weroniki
Landschaftsschutzpark Bad Muskau
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Landschaftsschutzpark Bad Muskau

Landschaftsschutzpark Bad Muskau

Der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (poln. Park Mużakowski) ist ein Landschaftsschutzpark in der Woiwodschaft Lebus sowie zum Teil in der Oberlausitz gelegen.
Mit einer Gesamtfläche von 700 Hektar ist der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil.  Zwei Drittel des Parks liegen östlich der Lausitzer Neiße in der polnischen Gemeinde Łęknica (Lugknitz), ein Drittel auf der deutschen Seite der Lausitz (Sachsen). Beide Teile sind durch eine Brücke über die Neiße miteinander verbunden.

 

Zur Geschichte des Parks
Die Idee eine großflächige Parkanlage in dieser Gegend anzulegen liegt weit zurück im Jahre 1815. Der damals 30-jährige Standesherr von Muskau, Graf (später Fürst) Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871) hatte sich in einem Brief vom 01. Mai an die Bewohner Muskaus gerichtet und verkündete einen Landschaftspark gründen zu wollen. Die Idee des Begründers lag in dem Zusammenspiel von Natur und Kultur, welches  sich in der Einbeziehung der Stadt, Dörfer, Bauernwirtschaft, Flüsse, Seen und Wiesen widerspiegeln sollte. Und so erwarb dieser Grundstücke zur Schaffung eines geschlossenen Parkareals in dem er nach intensiven Studien in England ab 1815 den Park mit innovativen Konzepten unterstützt von Jacob Heinrich Rehder anlegte.


Der am 30. Oktorer 1785 in Muskau geborene Hermann Ludwik Heinrich von Pückler-Muskau war der älteste Sohn des Grafen Ludwig Carl Hans Erdmann von Pückler und der 15-jährigen Reichsgräfin Clementine von Callenberg. Durch seine Mutter war er Erbe der Standesherrschaft Muskau, der größten deutschen Standesherrschaft. Im Jahre 1817 stellte Pückler Rehder als Obergärtner für den Park ein. Zudem begannen die Arbeiten am Luciensee (benannt nach Lucie von Hardenberg, Pücklers Frau) und der Hermannsneiße. Zwei Jahre später nahm Pückler Kontakt zu Karl Friedrich Schinkel auf, der Planungen für Parkarchitekturen zeichnete. Im Jahre 1820 wurde dann das Englische Haus errichtet, zwei Jahre später die Englische Brücke und die Doppelbrücke erbaut. In den darauf folgenden Jahren baute Pückler stetig den Landschaftspark aus. Ab 1823 wurden verschiedene neue Wege angelegt und die bereits bestehenden Anlagen ausgeweitet und umgestaltet. Man widmete man sich z. B. der Anlage und Ausgestaltung von zwei Inseln. Es entstanden eine steinerne Treppe auf der Thee-Insel im Schloss- bzw. Luciesee und die Schwaneninsel wurde angelegt. 1832 wurden weiter der Eichsee ausgehoben und ein Promenadenweg am Bösen Ufer errichtet.


1941 wurden die Köbelner und die Braunsdorfer Felder in das Areal des Parks einbezogen, welches zugleich bis nach Lugknitz (heute auf polnischer Seite) ausgedehnt wurde. Der Hauptpark umfasste damit 168 Hektar. Im Jahre 1845 musste Pückler auf Grund finanzieller Schwierigkeiten Muskau veräußern. Nachfolgende Besitzer der Standesherrschaft Muskau wurden die Grafen Nostitz und Hatzfeld (1845), der Prinz Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau (1846), Marie Fürstin zu Wied, geb. Prinzessin der Niederlande auf Neuwied (1881) und Traugott Hermann Graf von Arnim (1883). Von da an blieb die Standesherrschaft Muskau im gräflichen Besitz der von Arnims bis zum Jahre 1945. In dieser Zeit wurde nur wenig bis nichts in die Parkanlage investiert, bis dann im Jahre 1852 Eduard Petzold vom Prinzen der Niederlande als Park- und Gartendirektor eingestellt wurde. Es kam zu weiteren Vergrößerungen des Parks der bereits 1861 eine Fläche von 500 Hektar umfasste. Zwischenzeitlich wurde 1864 das Alaunbergwerk nach seiner Stilllegung in das Areal des Parks eingegliedert.


Am Anfang des 20. Jahrhundert im Jahre 1901 wurde der Pücklerstein aus dem Arboretum zu Hilkes Berg umgesetzt. Durch den Landrat in Rothenburg wurde 1924 eine Polizeiordnung inklusive einer Parkordnung für den Muskauer Park erlassen. Das Oberforstamt übernahm unter Leitung des Oberforstmeisters Walter Bruhm und des Revierförsters Alfred Kreisel am 1. Januar 1929 die Verwaltung und Pflege des Parks, der mittlerweile 545,36 Hektar groß geworden war. Im Jahre 1931 wurden dann 241 Hektar des Hauptparks zum Naturschutzgebiet „Muskauer Park“ erklärt.


Nachdem das Potsdamer Abkommen nach dem Zweiten Weltkrieg die Lausitzer Neiße zur Grenze zwischen Polen und Deutschland erklärte, befanden sich nun 370 Hektar des Parks auf polnischem und 200 Hektar auf deutschem Gebiet. Um die Ernährungssituation nach dem Krieg zu verbessern wurden Teile der Schloss- und Tränenwiese zeitweilig mit Gemüse und Kartoffeln bebaut. Noch wenige Tage nach Ende des Krieges wurde das Neue Schloss geplündert und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Teil des Parks auf deutscher Seite wurde 1949 in das Eigentum der Stadt Muskau übernommen. Der polnische Teil des Parks als Naturschutzgebiet behandelt und wuchs bis in die 1990er Jahre stetig zu.
Wie schon geschildert wurde die Pflege des Parks bereits seitens der Herrschaft seiner letzten Privateigentümer (der Grafen Arnim bis 1945) vernachlässigt und stieß dann in der DDR auf zahlreiche Schwierigkeiten – der Fürst Pückler-Muskau war als „Junker“ und „Kosmopolit“ zunächst persona non grata, der Graf Arnim war enteignet. Doch gelang es ab 1965 dem Parkdirektor Kurt Kurland den deutschen Teil immerhin aus dem Natur- in den Denkmalschutz überführen zu lassen und so seinen Charakter zu bewahren. Seit  1965 begann man endlich mit verschiedenen Maßnahmen zum Wiederaufbau des Parks. Doch erst nach 1990 wurde auf deutscher und polnischer Seite viel Mühe auf die Wiederherstellung verwandt und so wurde u. a. am 30. Oktober 1991 der Pücklerstein auf dem Hilkes Berg anlässlich des 206. Geburtstages Fürst Pückler-Muskaus wieder eingeweiht, der nach dem Zweiten Weltkrieg zweckentfremdet wurde.
Am 1. April 1992 erhielt der Park offiziell den Namen „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ und ging in das Landeseigentum des Freistaates Sachsen über. Im Jahre 1993 wurde die unselbständige Stiftung „Fürst-Pückler-Park“ des Freistaates Sachsens gegründet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, das Pücklersche Erbe in Bad Muskau zu pflegen und zu entwickeln. Die Fürst-Pückler-Region, ein lokaler Zusammenschluss von Gemeinden an der Grenze zu Polen zur Förderung des Kulturtourismus, wird seitdem von der Stiftung des Parks unterstützt.


Der Park Bad Muskau ist eines der besten Beispiele für die Gartenkunst des 19. Jahrhunderts in Europa. Seine Gründung verdankt er seinem Macher dem Fürsten Hermann von Pückler. Der Park ist auf beiden Seiten der Neiße und des Neiße-Tals gelegen. Seine heutige Fläche zählt ca. 700 Hektar von denen ca. 500 Hektar sich auf der polnischen Seite befinden.  Seit 1988 wird der polnische Teil des Parks von Warschauer Naturinstitut gepflegt und renoviert. Aus der Initiative des Instituts soll ein Kulturreservat des Parks Muskau (Rezerwat Kulturowy Parku Mużakowskiego) entstehen.
Im Park befinden sich ausgeschilderte Wander-, Reit- und Fahrradwege. Von diesen aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten von dafür extra angelegten Aussichtspunkten genießen. Ale im Park stattfindenden Arbeiten sind ein Zeichen der guten Polnisch-Deutschen Zusammenarbeit.
Am 2. Juli 2004 erfolgte die Aufnahme des Fürst-Pückler-Parks Bad Muskau in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Weitere Informationen:
Polnische Seite: Eintritt frei
Touristische Information:
68-208 Łęknica ul. Hutnicza, Tel.  068-362-4182  068-362-4182
Leitung des Parks:
Krajowy Ośrodek Badań i Dokumentacji Zabytków - Narodowa Instytucja Kultury
00-464 Warszawa, ul. Szwoleżerów 9
Tel.  022-628-4841  022-628-4841 ; E-mail:
info@kobidz.pl

Deutsche Seite: Eintritt frei
Touristische Information Neues Schloss:
Tel. 03577/ 51525; E-mail:
stiftung@muskau.de
Leitung des Parks:
Stiftung „Fürst-Pückler - Park Bad Muskau” Orangerie, 02953 Bad Muskau
 

 


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